Sonntag, 25. September 2011

Süss-sauer

Jeden zweiten Sonntag ist hier Koala-Markt-Tag und das lassen wir uns nicht entgehen, denn hier kann man sehr günstig lokal produziertes Gemüse sowie Früchte kaufen.

Wir also dahin zu den verschiedenen Gemüseständen und haben uns richtig eingedeckt.

Bei den Grosshändlern hier zahlen wir hier zur Zeit für

1kg Peperoni = ca 14 AU$
1kg Tomaten = ca 5.80 AU$
1 Bund Pok Choy = 2.50 AU$
1kg Broccoli = 8 AU$

Und im preislichen Vergleich zum Koala Markt: Hier hab ich 5 Zwiebeln, 1kg Tomaten, 2 grosse Peperoni und 1 Bund Pok Choy für 5.60 AU$ gekauft.

Apropos Pok Choy: Steh ich da und such mir einen Bund aus, sagt Thomas – warum nimmst nicht einen Grösseren. Sagt der hinter dem Tresen da in properem schwiizerdüütsch:

„Sind alles die gliiche – ufem Feld schniid ich die ab und mach es Gummeli drum – isch also alles s‘gliche.“
*lach*
Zugegeben waren wir grad ein wenig perplex, mussten aber herzlich lachen. Anstelle, das wir ihn gefragt hätten woher er ursprünglich kommt, sind wir nun wieder einmal mehr am mutmassen! Wir denken es handelt sich hier um einen Nidwaldner wegen dem Wort ‚Gummeli‘. Wir sagen ja zu Gummibändern ‚Gümmeli‘. Nun wir denken in 2 Wochen werden wir uns dort outen das wir locals sind und keine Touristen und ihn dann fragen woher er ursprünglich stammt! Somit ist dem Mutmassen dann ein Ende gesetzt!

Einen Stand weiter ist unser Früchtemann und der hatte was ganz Besonderes im Angebot. Für 50 cent konnte man da eine Zitrone erwerben – machten wir natürlich sofort, denn sowas hab ich ja auch noch nie gesehen. Nun bin ich stolze Besitzerin einer Monster-Zitrone!
Zugegeben lässt das Teil auch grossen Spielraum für Mutmassungen zu... man soll ja schon so Monstrositäten im Zusammenhang mit nuklearem Abfall oder Genmanipulation beobachtet haben.
Egal, ich hab meine Monster-Zitrone lieb und sie ist mir und ich geb ihr einen Namen für den persönlichen Beziehungsaufbau. 

Hier ein Bild von Squishy und mir – ich bin übrigens nicht das gelbe!


Bei einem weiteren Stand waren Bananenblüten zu kaufen. Da ich absolut keine Kenntnisse besitze, wie man sowas in den Wok implementieren könnte, hab ich halt das ältere Ehepaar da hinter dem Tisch gefragt.

‘Aben – die misch auf froonsöösisch-english une ontwört gegeböön -und isch `Ab an die End gesagt — merci bien et au revoir!

Darauf waren die zwei aber so was von voll begeistert und haben gefragt wo wir her seien – Nous son de la Suisse! Ohhhh - Sie seien aus Paris - wir wären ja Nachbarn sozusagen – sagte ich: „c’est vrai“ – mit diesen zwei Wörter wussten sie, dass ich doch ein wenig mehr froonssöösisch sprech als nur Oui ou Non!

Alors, On-y-va!  «Allô, allô, c'est toi Simone *gacker*

Das man so was nach all den Jahren immer noch weiss – unglaublich!



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